Einmal im Leben sollte jeder kurz entschlossen in den falschen Zug steigen und gespannt sein, was passiert. Einmal im Leben sollte jeder in einer Sommernacht sein Bett nach draußen schaffen, unter dem Sternenhimmel einschlafen und zusehen, wie die Welt sich dreht. Einmal im Leben sollte jeder einen Brief an einen geliebten Menschen schreiben, der gestorben ist, und die Himmelspost unter dem Efeu auf dem Grab verstecken. Einmal im Leben sollte jeder bedenkenlos zurücklächeln, wenn ihm auf der Straße zugelächelt wird. Einmal im Leben sollte jeder seinem alten Teddy seinen Kummer anvertrauen. Einmal im Leben sollte jede Frau im Abendkleid in einen Springbrunnen steigen. Einmal im Leben sollte jeder die Hand eines Menschen einen Augenblick länger halten als nötig. Einmal im Leben sollte jeder in der letzten Reihe im Kino sitzen und küssen, bis der Film zu Ende ist. Einmal im Leben sollte jeder so lange an einem Fluß entlanggehen, bis er seinen Gedanken zu Ende gedacht hat. Und viele andere Vorschläge für ein erfüllteres Leben. Animierend geschrieben und warmherzig illustriert. Ein Buch zum Träumen und zum Tun, das ein Lächeln hervorzaubert.
Ist das nicht wundervoll. Ich werde es verschlingen... Einmal im Leben sollte jeder eine Dummheit aus Liebe begehen von Rosalie Tavernier
Nun ja, ich bin wohl verpflichtet meinen neugierigen Lesern über den Aufenthalt in Barcelona zu berichten. Also, dann fange ich mal an. Es war mir eindeutig und unweigerlich zu heiß. Ich habe mich selbstverständlich schon vor Reiseantritt über das momentane Klima informiert, da hieß es bis zu 27 Grad. Dass es dann allerdings gemessene 32 Grad abends um halb zehn noch waren hat mich dann doch überrascht. Meinen neuen Glitzy Blazer und die unzähligen Strickjacken hätte ich mir sparen können. Von wegen: Am Abend weht bestimmt ein frischer Wind vom Meer; Pustekuchen. Unser Hotel war toll, 17. Stock eines Business Luxushotels, die Zimmer mit Glaswänden mit Blick auf die ganze Stadt waren nicht zu verachten. Im 23. Stock konnte man den Gott sei Dank erfrischenden Swimmingpool genießen. Ich glaube ich bin noch nie in einem Hotel abgestiegen, indem die Angestellten einen höflich fragen, ob sie denn ein Taxi bestellen sollen. Die Stadt selber ist laut, pulsierend und überfüllt. Ich versuche immer ohne Vorurteile und sichselbsterfüllende Prophezeiungen an die Dinge heranzugehen. Schon einmal habe ich schlechte Erfahrungen mit den lieben Spaniern gemacht. Und ja, manchmal sind Vorurteile nicht nur Klischees. Die Spanier sprechen überhaupt kein Englisch, sind (gerade in den U-Bahnen) übernatürlich laut, wirken arrogant und behandeln ihre Gäste zu guter Letzt auch noch irgendwie herablassend. Sie halten nichts von Touristen, das merkt man sofort. Dass sie mit denen ihren Lebensunterhalt verdienen spielt ja vermutlich keine Rolle. Ob sie wirklich den englischen Sprache nicht bemächtigtsind, wer weiß, vielleicht wollen sie auch einfach nicht. Diese völlig übertriebene- ja ich würde es sogar als anmaßend bezeichnen- Art zu sprechen, laut und überschwänglich zu gestikulieren und einen dabei keines Blickes zu würdigen. Es wirkt gekünstelt und aufgesetzt. Diese dicken spanischen Mamis, die ihre fünf Kinder hinterherschleifen machen einem Angst. Bei uns würde man das als asozial bezeichnen, dort ist es anscheinend normal. Ich weiß, dass ihr mich versteht, aber ich möchte sagen, dass es natürlich immer Ausnahmen gibt!! Ich persönlich empfinde die Mentalität der Spanier als unangenehm, aber dies ist wie alles im Leben Geschmackssache. Jetzt zu den positiven Seiten. Man hat eine Großstadt und das Meer mit langen Sandstränden in einem. Wenn man mal keine Lust mehr hat bei 40 Grad kräfteraubende Sightseeing-Marathon-Läufe zu vollziehen legt man sich einfach einen Nachmittag an den Strand und lässt die Seele baumeln. Mit gemieteten Sonnenschirm versteht sich. Denn ohne wäre ich trotz meiner robusten Haut verbrannt. Genau Sonne, Meer, Großstadt und natürlich wie kann es auch anders sein die Kunst Gaudis. Sein im Norden der Stadt erschaffener Park Güell lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein und auch fotomotivtechnisch (diese Neologismen immer) wird einem so einiges geboten. Shoppen kann man dort auch aber ich würde niemals wagen zu behaupten, dass Barcelona die Stadt der Mode oder so ist. Es finden sich hunderte Zaras, Mangos und H&Ms. Einheitsbrei eben. Das einzige Shopping Highlight ist der erst kürzlich eröffnete Primark direkt in dem Einkaufszentrum neben unserem Hotel und natürlich der TOPSHOP in den Innenstadt, bei dem ich mein Geld gut anlegen konnte. Großer Pluspunkt: Das hervorragende U-Bahn-Netz. Man ist überall ohne große Probleme hingekommen, außerdem hatten die Bahnen Klimaanlagen! Fazit: Alles in einem eine schöne Stadt, die allerdings meines Erachtens nicht an die nordischen Städte heranreichen kann. Manche sagen Barcelona sei die schönste Stadt der Welt, das kann ich für mich nicht sagen. Ich bin und bleibe einfach ein nordischer Typ, das wird mir immer wieder bewiesen. Somit ist es keine Stadt, in die ich unbedingt wieder müsste. Eine Stadt mehr auf meiner Liste abgehakt. Schön mal da gewesen zu sein-das wars. Nächstes Mal gehts wahrscheinlich nach Stockholm oder auch mal wieder nach London? Wer weiß das schon..Hauptsache im Norden, wo mein Herz schlägt.
Finally I have a knew song from my all time favourite scandinavian artist Nina Kinert. I´m totally in love with "Bad Hands". Attention my dear Elena, I´m convinced that you fell in love with it, too. Hugs
Nur noch einen Tag in den momentan seltsamen Klimabedingungen Deutschlands. Am Mittwoch gehts ab nach Barcelona. Shoppen, Sightseeing, am Strand entspannen. Ich freu mich so. Fotos gibts am Sonntag wenn ich wieder da bin. Estoy aqui...
Ich wundere mich immer wieder über die Ironie des Lebens. Es spielt Spielchen mit einem. Spielchen bei denen man nicht mitkommt. Spielchen die ich nicht mag. Heute habe ich frei, hatte mir für diesen Tag viel vorgenommen. Eine Reportage schreiben ist heute meine Aufgabe. Doch wurde ich wieder einmal herausgerissen durch die tragischen Ereignisse des Tages: Michael Jackson ist tot. Man hatte es irgendwie erwartet. Schon seit Jahren vermutet man seinen nahenden Tod. Und nun ist es geschehen. Die Welt steht wieder einmal still. Vor zwei Wochen die Airbus-Katastrophe heute das. Die Medienwelt spielt verrückt, wie zu erwarten war. Jeden Tag etwas neues unerwartetes mit dem man als Mensch konfrontiert wird. Man ist niemals Herr der Lage. Kann sich nie vollständig auf was vorbereiten. Ich finde das schrecklich. Es geht mir auf die Nerven. Es ist jetzt nicht so, dass ich nun nicht fähig bin meine Reportage zu schreiben, das nicht. Ich bin niemals so ein hysterischer Michael Fan gewesen. Ich fand seine Musik gut und er tat mir einfach unbeschreiblich leid. Und die ein oder andere Träne habe ich heute vor dem Fernseher schon vergossen. Nur nicht direkt um Michael sondern um die Tragik des Augenblicks. Um die Schockwelle die um die ganze Welt geht. Und das meine ich damit: Ich sitze vor dem Fernseher anstatt mich in die Welt der Piloten hineinzuversetzen. Eben jeden Tag etwas anderes. Armer Michael, arme Welt.